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auf ſeinen Freund. Beten Sie, Marquis, beten Sie! Wir ſtehen hier an der Schwelle eines neuen Daſeins, das ſeine geheimnißvollen Pforten vor uns aufthut!
Sire, jeder meiner Gedanken iſt ein Gebet für Sie, ſagte d'Argens innig.
So traten ſie in den oblongen Saal ein.
Das hier iſt das Vermittelungszimmer zwiſchen mir und meinen Freunden, ſagte der König. Hier auf dieſer Seite des Hauſes werde ich wohnen, dort auf jener Seite meine Freunde, alſo vor allen Dingen Sie, lieber Marquis. In dieſem Saale werden wir zuſammentreffen und hier wollen wir unſere Sympo⸗ ſien feiern. Jetzt will ich Ihnen zuerſt meine Zimmer zeigen, dann die übrigen.
In den mit eben ſo viel Pracht als Geſchmack ausgeſtatteten Empfangszimmern verweilte der König nur flüchtig. Kaum geſtattete er dem kunſtſinnigen Freunde eine raſche Schau dieſer herrlichen Gemälde, welche überall an den Wänden hingen, und zu deren Ankauf der König den Kaufmann Gotzkowsky eigens nach Italien geſchickt hatte; kaum durfte er einen Blick auf dieſe ſchönen Marmorſtatuen und Vaſen aus der Poniatowsky'ſchen Gallerie werfen, die der König für viermalhunderttauſend Thaler angekauft hatte.
Sie ſollen zuerſt mein Arbeitszimmer ſehen, ſagte Friedrich, nachher mögen Sie ſich alles Uebrige an⸗ ſchauen.
Und jetzt ſtieß er eine Thür auf und führte den Marquis in dieſes reizende runde Bibliothekzimmer, das keinen Schmuck weiter hatte, keinen als den höch⸗ ſten,— den Schmuck der Bücher. In hohen Schrän⸗ ken ſtanden ſie rings umher in dieſem Tempel des Geiſtes und der Wiſſenſchaft, und ſelbſt die Thür, welche ſie hierher geführt und die der König leiſe zu⸗


