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welche zu beiden Seiten die Terraſſen begrenzten, dann und wann hörte man das melodiſche Flöten irgend eines Vogels; kein Geräuſch der Welt, kein lauter Mißton unterbrach dieſen heiligen Gottesfrieden der Natur. Die Welt ſchien hinter ihnen abgeſchloſſen, und mit heiligen Schauern traten ſie in ein neues Daſein ein.
Jetzt hatten ſie die Höhe erreicht, jetzt blickten ſie umher auf dieſes wundervolle Panorama, das ſich da zu ihren Füßen hinlagerte, und das in ſeiner üppigen Friſche, mit ſeinen maleriſchen Formen, mit dem blauen, zierlich gewundenen Fuß, der ſich ſanft durch
die grüne, von bewaldeten Höhen eingefaßte Ebene
hinſchlängelte, einen herrlichen Anblick darbot.
Nicht wahr, das iſt ſchön? ſagte Friedrich, und ſein Antlitz ſtrahlte vor Freude. Nicht wahr, hier werden wir ausruhen können von den Leiden und Sorgen der Welt? 4
Das iſt ein Stückchen Paradies! rief der Mar⸗ quis, und indem er in freudiger Extaſe ſeine beiden Arme ausbreitete, als wolle er dieſes ganze ſchöne Bild an ſeine Bruſt drücken, blickte er zum Himmel empor und rief: Gott, Gott! Laß meinen König hier glücklich ſein!—
Glücklich! wiederholte Friedrich mit leiſem Achſel⸗ zucken. Sagen Sie zufrieden, Marquis, das iſt, glaube ich, das Höchſte, was ein Menſch auf dieſem Stück⸗ chen Erdenkloß erlangen kann. Laſſen Sie uns jetzt in's Haus eintreten!
Er nahm wieder den Arm des Marquis und ſchritt mit ihm über den gelben Kießſand, der unter ihren Füßen knarrte, zu den großen Glasthüren, die in den länglich runden Salon führten. Als der König die Thür öffnete, heftete er ſeine großen blauen Augen
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