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ſich ſträubte, dieſen Dienſt von dem König anzuneh⸗ men, ſagte Friedrich lächelnd: Vergeſſen wir doch heute, daß ich König bin. Gönnen Sie mir heute die Freude, ganz ohne Ceremonien mit Ihnen zu ſein, der Freund mit dem Freunde. Kommen Sie, Marquis, laſſen Sie uns mein Paradies betreten, und ich bitte Sie, ein wenig andächtig dabei zu ſein.
Wiſſen Sie wohl, Sire, daß ich ein ſo beklomme⸗ nes und zugleich erhabenes Gefühl habe, wie es den Griechen geweſen ſein mag, wenn ſie den delphiſchen Hain betraten! ſagte der Marquis, als er Arm in Arm mit dem König die kleine ſchattige Seitenallee dahin ging, durch welche der König ihn abſichtlich führte, um ihn dann auf einmal mit dem Anblick des auf der Höhe ſich erhebenden Schloſſes zu erfreuen.
Nun, ich denke, es ſollen von hier aus auch manche Orakel an die Welt ergehen, ſagte der König, nur ſollen ſie weniger zweideutig und dunkel ſein, wie die delphiſchen, nur ſollen ſie keine ſchillernden Lügen, ſondern große, leuchtende Wahrheiten enthalten! Auch mir iſt es feierlich und groß zu Muthe, und mir ſcheint, als ſähe ich da vor mir durch die Bäume eine majeſtätiſche, rieſengroße Luftgeſtalt ſchweben, welche mit erhobenem Arm mir winkt, ihr zu folgen. Das iſt die Weltgeſchichte, Freund, ſie trägt ihr goldenes Buch im Arm, und in der erhobenen Rechten, welche mir winkt, hält ſie den diamantenen Griffel, mit wel⸗ chem ſie meinen Namen und den dieſes Ortes auf ihre Tafel graben will. Deshalb, mein heiliger Vater und Prieſter, habe ich Sie hierhergeführt, damit Sie meinen Weinberg taufen ſollen. Kommen Sie, die große Geſtalt da winkt ſchon wieder! Sie erwartet die Taufe mit Ungeduld!
Jetzt traten ſie aus der kleinen Allee in den gro⸗


