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Herr von Cocceji, mit ſeiner nervigten Rieſenhand gepackt und auf die Bühne geſchleudert hatte.
Betäubt, entſetzt lag der arme zerſchlagene junge Mann einen Moment regungslos zu den Füßen der Tänzerin, dann raffte er ſich empor, und ſich tief ver⸗ neigend vor dem König, der ſchweigend aber mit dro⸗ henden Augen zu ihm herüberſchaute, ſagte er laut: Sire, ich bitte demüthigſt um Verzeihung. Es iſt nicht meine Schuld! Der Herr von Cocceji verbot mir auf eine heftige und gebieteriſche Weiſe, die Sig⸗ nora Barberina nicht anzuſehen, und da ich mich natürlich an dieſes Verbot nicht kehrte, hat er plötzlich, ehe ich es hindern konnte, mich gepackt und anf die Bühne geſchleudert.*)
Das Publikum, welches allmälig von ſeinem Er⸗ ſtaunen und ſeinem Schrecken ſich erholt hatte, bégann leiſe zu lachen und zu flüſtern, und ſchaute mit ironi⸗ ſchen Blicken auf den armen jungen Mann hin, der da bleich und demuthsvoll neben der Barberina ſtand, während Herr von Cocceji ſein kühnes, energiſches Antlitz dem Publikum zugewandt hatte und mit ſeinen herausfordernden Blicken Jedermann zu drohen ſchien.
Das Orcheſter war verſtummt, Signora Barbe⸗ rina tanzte nicht mehr, ſondern ſchaute mit einem zauberhaften Lächeln zu Cocceji hinüber,— eine Pauſe trat ein.
Weiter! ſagte plötzlich die laute, gebieteriſche Stimme des Königs, und er winkte mit der Hand hinüber nach dem jungen Manne, der ſich demüthig hinter die Couliſſen zurückzog.
Weiter! rief der König noch einmal. Die Muſik
* Müchler, Friedrich der Große. S. 151.


