Teil eines Werkes 
Berlin und Sansouci oder Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 3. Band (1857)
Entstehung
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majeſtätiſche Ruhe war über ſein ganzes Weſen aus⸗ gebreitet, und ohne irgend eine Spur von Aufregung näherte er ſich den Freunden.

Willkommen, Marquis, ſagte er, d'Argens zärtlich zunickend, willkommen und Glück auf zu Ihrer Rücks kehr. Sie werden uns ohne Zweifel viel zu erzählen haben von Ihren tollen und übermüthigen Landsleuten, und ich ſehe ſchon, wie Rothenburg und Algardtti vor Begierde brennen, von Ihren verliebten Abenteuern und Ihren Rendezvous mit den neugebackenen, noch

ganz friſchen und warmen Duchesses und Princesses-

zu erfahren.

Ah, Sire, er kam in der That mit einer ſehr ſtol⸗ zen Siegermiene, ſagte Rothenburg, bereitwillig auf die Abſicht des Königs, eine ſcherzhafte Unterhaltung anzuknüpfen, eingehend, man begriff ſogleich, welche großen Triumphe der Marquis am Hofe Ludwig's des Funfzehnten erlebt hat.

Wenn der Marquis ſein Herz in Paris zurückge⸗ laſſen hat, rief Algarotti lächelnd, ſo wäre das wahr⸗ haftig ein Glück für ihn. Denn Euere Majeſtät wiſ⸗ ſen wohl, er leidet immer ſehr am Herzen, und jedes Mädchen, welches er nicht gerade ſtehlen ſah, iſt für ihn ein reiner Unſchuldsengel.

Sie wiſſen doch, Sire, ſagte Rothenburg, daß ihm kurz vor ſeiner Abreiſe ſeine Haushälterin ſein Silber⸗ zeug ſtahl, und daß der Marquis ihr den Silberwerth zu zahlen verſprach, wenn ſie den Thäter entdeckte und die Sachen wieder zur Stelle lieferte. Sie brachte ihm alſo das Silberzeug zurück, und der Marquis zahlte ihr nicht bloß das verſprochene Geld, ſondern noch eine bedeutende Belohnung dafür, daß ſie ſo klug geweſen, den Dieb zu entdecken. Als er mir trium⸗ phirend dieſe Geſchichte erzählte und ich die Bemerkung