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ſich mit Thränen. Wir müſſen ihn dieſer Einſamkeit entreißen, ſagte er entſchloſſen. Ich werde vor dieſer Thür knieen und ſo lange bitten und jammern, bis das edle Herz des Königs ſich erweicht, bis er aus Mitleid und Großmuth für mich mein Flehen erhört und die Thür öffnet. Gehen Sie, Freund Freders⸗ dorf, und melden Sie mich Seiner Majeſtät.
Fredersdorf näherte ſich der Thür, hinter ihm, Hand in Hand, ſtanden die Freunde.
Sire, rief Fredersdorf, an die Thür klopfend, Sire, der Murquis d'Argens iſt da, und bittet um die Gnade, vorgelaſſen zu werden.
Keine Antwort erfolgte.
Oh, Sire, rief der Marquis, ſein Sie barmherzig! Haben Sie Nachſicht mit meiner Sehnſucht, Sie zu ſehen. Bedenken Euere Majeſtät, daß ich Tag und Nacht gereiſt bin, um einige Stunden früher das Glück haben zu können, Sie wieder zu ſehen und mein armes Herz an dem Sonnenſchein Ihrer Blicke zu erwärmen. Ueben Sie Gnade, Sire, laſſen Sie mich ein!
In athemloſem Schweigen lauſchten die Herren auf den Erfolg dieſer Beſchwörungsformel des Marquis.
Wirklich, die Klinke dieſer Thür bewegte ſich! Man hörte da drinnen einen Riegel zurückſchieben,— die Thür öffnete ſich.
Der König erſchien auf der Schwelle.
Er ſah bleich aus, aber von dieſer klaren, durch⸗ ſichtigen Bläſſe, welche gar nichts gemein hat mit der gelben Bläſſe phyſiſcher, krankhafter Ermattung, ein wunderbarer milder Glanz ſtrahlte von ſeinem Ange⸗ ſicht, ein weiches, rührendes Lächeln umſpielte ſeine ſchmalen Lippen, und ſeine großen, unergründlichen
Augen leuchteten wie zwei Sterne. Eine wunderbare,


