Teil eines Werkes 
Berlin und Sansouci oder Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 3. Band (1857)
Entstehung
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Verſchworenen gehöre, ihm Zeichen des Einverſtänd⸗

niſſes und nickten ihm mit einem geheimnißvollen Lä⸗ cheln zu. Einmal flüſterte ihm einer dieſer Studenten zu:Es wird ohne alle Frage zu einem heißen Kampf kommen, und ich fürchte ſehr für uns, denn wir ſind in der Minorität. Haſt Du für alle Fälle Dein Rap⸗ pier mitgebracht, Bruder Lupinus? Aber ehe Lupinus antworten konnte, hatte eine neue Woge heranſtrömen⸗ der Studenten den Frager von ſeiner Seite fortge⸗ trieben. Dieſe neuangekommenen Studenten ſchienen indeß minder harmlos und freudig wie die Uebrigen. Ihre Blicke ſchienen drohend in der Menge nach ir⸗ gend einem verborgenen Feind zu ſuchen, und wenn ſich ihnen irgend ein verdächtiges Geſicht, ein zu be⸗ argwöhnender Student zeigte, ſo flüſterten ſie unter⸗ einander und blickten mit herausforderndem Lachen nach ihren vermeintlichen Feinden hin. Aber den jungen Lupinus ſchienen auch ſie zu den ihrigen zu rechnen, denn ihm nickten ſie freundlich zu und dräng⸗ ten ſich zu ihm, um ihm die Hand zu drücken und leiſe einige Worte des Beifalls und Lobes über ſeine Anweſenheit an ihn zu richten. Dieſe Studenten waren die nähern Freude und Vertrauten Joſeph Fredersdorf's. Ihnen hatte er die Gefahr mitgetheilt, welche die Schauſpieler heute Abend bedrohte, ſie hatte er zum Beiſtand derſelben aufgefordert, nicht zu einem Beiſtand der Thatkraft und des Handelns, ſondern zu einem Beiſtand des Stillſeins und der Friedfertigkeit. Sie hatte er beſchworen, die Ruhe des heutigen Abends aufrecht zu erhalten und dadurch die Intrigue der Profeſſoren zu vereiteln, ihre jugendliche Heftigg keit und Leidenſchaftlichkeit zum geduldigen Ausharren zu ſänftigen, und die Provocationen der händelſuchen⸗ den, von den Profeſſoren angeworbenen Studenten