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rung dem Stolz des Rectors ein wohlwollendes Lä⸗ cheln abgewann. 4
Mein Beſuch ſcheint Sie zu überraſchen, ſagte er, und Sie finden vielleicht, es ſei ungewöhnlich, daß der Rector der Univerſität zu einem Studenten komme. Aber was wollen Sie, junger Mann, Sie ſind ſelber ſo ungewöhnlich, daß man, um Ihnen ſeine Beachtung und Anerkennung zu zeigen, auch zu ungewöhnlichen Mitteln ſeine Zuflucht nehmen muß. Sie ſind der fleißigſte, gelehrteſte, ehrbarſte und ſtillſte Student un⸗ ſerer Hochſchule. Man ſieht Sie niemals in den Wirthshäuſern, auf dem Fechtboden oder bei ⸗den luſti⸗ gen Studentengelagen. Immer ſind Sie einſam und nur mit Ihrer Wiſſenſchaft und Ihren Studien be⸗ ſchäftigt. Deshalb ſind Sie der Liebling und die Hoff⸗ nung aller Profeſſoren, und deshalb iſt es, daß ich, der Rector Magnificus, perſönlich komme, Ihnen meine Achtung zu beweiſen.
Es iſt dies eine Ehre, welche mich tief beſchämt, ſagte der junge Lupinus hoch eerröthend, eine Ehre, deren ich mich kaum würdig fühle. 3
Ich will Ihnen einen noch größern Beweis meiner Achtung geben, fuhr der Profeſſor fort. Ich will Sie zu meinem Vertrauten machen, und Sie Theil neh⸗ men laſſen an einer Intrigue, welche, ſo klein ſie auch ſcheint, doch für die Wiſſenſchaft von den größten und hoffentlich heilbringendſten Folgen ſein wird.
Und mit beredten Worten ſetzte ihm Franke jetzt die Gefahr auseinander, mit welcher die Wiſſenſchaft
voon der Anweſenheit der Comödianten bedroht werde, und von dem unheilvollen Einfluß, welchen das Thea⸗
ter auf die Studenten ausübe. Indem er ihm den Beſcheid des General⸗Directoriums mittheilte, ver⸗ traute er ihm dann den Plan an, welchen die Pro⸗


