einer Priſe ſtärkt, ich muß mich aber nun in dieſem Semeſter ſehr in dieſem Genuſſe beſchränken, und meine Studien und meine Arbeiten leiden darunter. Sie ſehen alſo, wir müſſen ſchleunig dieſem wu⸗ chernden Uebel abhelfen, rief Franke. Wir wollen noch heute einen Schritt dazu thun. Das General⸗ Directorium hat entſchieden, daß nur erſt dann die Comödianten entfernt werden ſollen, wenn ihr Hier⸗ ſein zu einem öffentlichen Scandal Veranlaſſung ge⸗ geben hat. Nun wohl, rufen wir einen ſolchen öffent⸗ lichen Scandal in's Leben. Es werden heute Abend gegen zweihundert Studenten im Theater anweſend ſein, wie dieſer Herr Eckhof ſagt. Daraus folgt, daß es noch einige hundert Studenten giebt, welche nicht da ſein werden. Unter dieſen werden ſich ohne alle Frage einige entſchloſſene, kühne und fromme Jüng⸗ linge finden, welche Gott, die Wiſſenſchaft und ihre Lehrer hoch genug achten, um in die Schranken zu treten gegen dieſes unchriſtliche Comödiantenweſen, und im Namen der guten Sitte einen Scandal veranlaſſen. Wenn wir zum Beiſpiel einige ſolcher gutgeſinnten Studenten veranlaſſen könnten, heute Abend auch in's Theater zu gehen, und zu ziſchen und zu trommeln, wenn die andern Studenten klatſchen und Bravo rufen, ſo würde das ohne Zweifel genügen, den gewünſchten Lärm und das öffentliche Aergerniß hervorzurufen, und wir haben dem General⸗Directorium gegenüber, was wir brauchen.
Eine ganz vortreffliche Idee!
Nur fürchte ich, daß es ſchwer ſein wird, Stu⸗ denten zu finden, die ſich in ſolche Gefahr begeben, und ihre geſunden Glieder, ja vielleicht ihr Leben wagen wollen.
Wir müſſen ſie unter denen ſuchen, in deren Vor⸗
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