derhall die Herren Profeſſoren wie ein Blitzſtrahl zer⸗ ſchmettern ſoll.—
Oben in dem Zimmer des Herrn Profeſſor Franke waren indeſſen die drei gelehrten Herren in tiefer und ernſter Berathung beiſammen geblieben.
Heute Abend alſo iſt ſein Benefiz! brummte Pro⸗ feſſor Franke.
Zweihundert Studenten werden dort ſein! ſeufzte Profeſſor Biermann.
Und unſere Auditorien ſtehen leer! wimmerte Pro⸗ feſſor Heinrich.
Eine Pauſe trat ein. Dann erhob Herr Profeſſor Franke ſein geſenktes Haupt und blickte mit leuchten⸗ den Augen auf ſeine Freunde hin.
Wir müſſen einen energiſchen Entſchluß faſſen, ſagte er. Wir müſſen dieſem Unweſen mit Gewalt Einhalt thun. Es iſt ein Scandal für die Wiſſen⸗ ſchaft und die ganze Stadt, daß unſere Studenten den Hiſtrionen nachlaufen und ſich abwenden von den Pro⸗ feſſoren und ihrem Studium.
Ja, wir müſſen dem Einhalt thun, ſagte Bier⸗ mann, denn nicht bloß unſer Ruf, ſondern auch unſere Börſe, und ich darf ſagen, auch unſer häusliches Glück, leidet darunter. Ich habe meiner Frau die Collegien⸗ gelder ein für alle Mal zu ihrem Taſchengeld ange⸗ wieſen. Nun, in dieſem Semeſter hat ſie alſo faſt gar nichts bekommen, und das fällt auf mich zurück. Sdie iſt ſehr verſtimmt, weil ſie kein Taſchengeld hat,
und achtet mich weniger, weil ich keine Zuhörer habe. Ich, der ich zum Glück keine Frau habe, ſagte Profeſſor Heinrich, ich pflegte für die Collegiengelder meinen Bedarf an Schnupftaback und Kanaſter ein⸗ zukaufen. Es ſtudirt ſich beſſer, der Geiſt iſt feiſche, 4 wenn man ſeine Pfeife raucht und ſein Gehirn mit


