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wie ich ſelber, dieſem frivolen und verdammenswer⸗ then Comödiantenweſen ihr Auge und Ohr leihen könnten? Nein, mein Herr, wie entartet, herabge⸗ kommen und entchriſtlicht unſere Zeit auch immer ſein mag, dahin iſt es noch nicht gekommen, daß die Män⸗ ner Gottes, daß die Theologen in die Höhlen des Laſters ſich begeben und dieſen weltlichen und trivia⸗ len Kunſtſtücken zuſchauen ſollten, welche es Ihnen freilich beliebt mit dem edlen Namen der Kunſt zu bezeichnen.
Ueber Eckhof's edles Antlitz flog ein Ausdruck tie⸗ fer Trauer und ein ſchwermüthiges Lächeln umſpielte ſeine ſchmalen Lippen. Die beleidigenden und ſtolzen Worte des gelehrten und frommen Herrn hatten in⸗ deß ihn weder gedemüthigt, noch verwundet, ſie hatten ihn nur traurig gemacht, und das weniger um ſeinetwillen, als um deſſentwillen, der ſie geſprochen hatte.
Immer dieſelbe Unduldſamkeit, dieſelbe Aufgebla⸗ ſenheit, ſagte er leiſe vor ſich hin. Dann richtete er ſein Haupt ſtolzer empor und ſeine flammenden Blicke ruhten wie Dolchſpitzen auf den Geſichtern der gelehr⸗ ten Herren.
Sie ſprechen da ſehr harte und ſehr unchriſtliche Worte, mein Herr Rector, Profeſſor und Doctor Franke, ſagte er lächelnd, Worte, welche von einem Manne Gottes, der Wiſſenſchaft und der feinern Welt⸗ bildung eigentlich niemals ſollten geſprochen werden. Denn dem Manne Gottes ziemt die Duldſamkeit, dem 1 anne der Wiſſenſchaft die richtige Erkenntniß und dem Manne der feinern Weltbildung die Höflichkeit gegen Jedermann. Ich indeſſen, ich, welcher kein Profeſſor der Theologie, kein Mann der Viſſenſchaft und vielleicht auch kein guter Chriſt bin, ich vergebe
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