— 12—
reich wie immer herbeiſtrömen wird zu dieſem neuen Stück. Bereits ſind alle Billets zu dem heutigen Abend verkauft, und zu meiner Freude ſind über zwei⸗ hundert derſelben von Studenten, dieſen rechten und ächten Jüngern der Kunſt, entnommen worden. Da⸗ mit aber der Abend ſeine rechte Weihe empfange, fehlt mir nur noch Eins, fehlt mir die Gegenwart des würdigen Herrn Rector Magnificus, die Gegen⸗ wart der Profeſſoren, der ehrfurchtgebietenden Männer der Wiſſenſchaft, deshalb, Magnifieus, deshalb komme ich her. Ich wollte Sie erſuchen, meinem Benefiz heute Abend die Ehre Ihrer Gegenwart zu ſchenken, und einige der Herren Profeſſoren, die hier gegen⸗ wärtigen zum Beiſpiel, zu veranlaſſen, daß ſie Euer Magniſicenz in's Theater begleiten. Zu dieſem Zweck erlaube ich mir hier ſechs Billets hinzulegen, durch deren Gebrauch mich Euer Magnificenz außerordentlich erfreuen würden.
Und mit einem aumuthigen Lächeln ſich verneigend, legte Eckhof auf den mit Folianten und Schriften be⸗ packten Tiſch ſeine ſechs Logenbillets, welche ſich da gar ſeltſam und unglücklich ausnahmen zwiſchen den Folianten und dem von Gelehrſamkeit geſchwängerten Staub des Tiſches..
Profeſſor Franke's Stirn hatte ſich noch tiefer um⸗ wölkt und ſein ſonſt ſo kaltes und ſtumpfes Auge
Theologie, Franke, in das unheilige, dem Teufel verfallene C mödienhaus gehen ſoll? fragte er mit hartem, ſtren⸗ gem Ton. Sie halten es für möglich, daß dieſe bei⸗ den Herren, beide Profeſſoren der Gottesgelehrſamkeit


