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Erlauben mir Euer Magnificenz, ſagte er, daß ich Ihre Hand berühre. Es iſt ein Gruß, welchen die Kunſt durch mich, ihren unwürdigen Vertreter, der Wiſſenſchaft in Ihnen, ihrer erhabenen und ruhm⸗ würdigen Leuchte, darbringen möchte. 1
Aber Herr Profeſſor Franke nahm dieſe Hand nicht an, er erhob ſich nur von ſeinem Sitz und ſagte: Darf ich fragen, welchem ſeltſamen Zufall ich die Ehre Ihres Beſuches zu danken habe?
Eckhof ſah ihn befremdet an und ließ mit einem ſchmerzlichen Erſtaunen ſeine Hand ſinken. Ah, Magni⸗ ſicenz nennen das einen Zufall, daß ich hier bin? ſagte er. Es befremdet Sie, daß der Schauſpieler zu dem erhabenen Rector der Univerſität kommt. Aber was wollen Sie, mein Herr, der Künſtler iſt doch immer der rechte, obwohl jüngere Bruder des Gelehrten, und wenn die Wiſſenſchaft nichts wiſſen will von der Kunſt, und die Kunſt nichts weiß von der Wiſſenſchaft, ſo iſt das für Beide ein trauriges Zeichen ihres Verfalles und ihrer Entartung.
Die drei Profeſſoren ſahen ſich einander mit wah⸗ rem Entſetzen an, aber dieſe Frechheit des Schauſpie⸗ lers machte ſie ſtumm, und ließ ſie keine Worte finden, ihre Indignation zu äußern.
Ich bin gekommen, Euer Magnificenz um eine Gunſt zu bitten, fuhr Eckhof fort, und ich erlaube mir, dieſe beiden würdevollen Herren in meine Bitte mit hineinzuziehen. Es iſt heute mein Beneſiz, und ich habe zu demſelben mir des erhabenen Voltaire's wun⸗ dervolle Tragödie„Britannicus“ auserwählt und ſelber eine Ueberſetzung derſelben gewagt. Ich glaube, daß das Publikum, welches meine Darſtellungen in Halle mit ſo ſeltener Gunſt beglückt, an dieſem erhabenen Dichtwerk einen neuen hohen Genuß haben und zahl⸗


