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Eckhof nenne, und durchaus den Herrn Profeſſor Franke zu ſprechen verlange.
Eckhof! riefen alle Drei entſetzt, und die Augen der beiden Freunde richteten ſich mit mißtrauiſchen Blicken auf Franke, welcher indeß dieſe Blicke mit ſtolzer Ruhe ertrug.
Eckhof! Sie verkehren mit Eckhof?
Dieſer Schauſpieler darf es wagen, Ihre Schwelle zu betreten? 1
Er wagt es wenigſtens, vief Franke mit edlem Zorn. Er hat den frechen Muth, ſich zu mir zu drängen. Nun wohl, hören wir, was ihn dazu be⸗ rechtigt. Laſſen wir ihn eintreten.
Er nickte der Magd zu, und dieſe ging hinaus, den Herrn Eckhof zu benachrichtigen.
Die drei Profeſſoren nahmen eine ernſte und ſtrenge Miene an, und ſetzten ſich auf dieſe hohen, mit ſchwar⸗ zem Leder bezogenen Stühle, mit denen das Studir⸗ zimmer des gelehrten Herrn geſchmückt war. Die Thür öffnete ſich jetzt und mit lächelndem Antlitz und ſtrahlenden Augen trat Eckhof herein. Seine hohe, kraftvolle Geſtalt, ſeine edle, freie und ungezwungene Saltung, ſein offenes ſchönes Angeſicht, das Alles contraſtirte ſeltſam zu dieſen ſteifen, zuſammengenom⸗ menen, ernſten Männern, deren Stirnen dicht bewölkt, deren Blicke düſter und unfreundlich waren.
Nicht Einer von ihnen ſtand auf, den Eintreten⸗ den willkommen zu heißen. Wie die drei Männer des heiligen Vehmgerichts ſaßen ſie da, Eckhof war in ihren
Augen nur der Delinquent, den ſie zu verhören und
zu verurtheilen hatten. Eckhof ging gerade auf Franke hin, und indem
er ſich tief vor ihm verneigte, reichte er ihm die
Hand dar⸗


