ben, ſagte der König zu ſich ſelber. Ich habe ihnen eine harte Lehre gegeben, wenn ſie ſie nicht begriffen haben, ſind ſie incurable und zwingen mich zur Strenge!
Nein, ſie hatten dieſe Lehre nicht begriffen, nein,
ſie waren nicht beſonnen, nicht weiſe, nicht ſcharfſinnig genug, dieſes drohende Schwert zu ſehen, das über ihren Häuptern hing, nein, ihre Arme, mit welchen ſie einander umſchlungen hielten, hoben ſich nicht empor, um dieſen letzten ſchwachen Rettungsanker zu ergreifen, welchen ihnen nicht der König, ſondern der Bruder bewilligt hatte. Sie waren verloren, ſie mußten zu Grunde gehen! Am andern Morgen, während der Parade, näherte ſich Friedrich von Trenck dem König. Er war eben von Berlin zurückgekehrt, ſeine Wangen glühten noch von dem ſcharfen Ritt, und in ſeinen Augen lag noch ein Schimmer jenes Freudeſtrahls, den die Geliebte mit ihren Blicken darin verſenkt hatte.
Majeſtät, ich melde mich, ſagte Friedrich von Trenck mit ſeiner friſchen jugendlichen Stimme.
Der König ſagte nichts, er ſah den ſchönen, von Geſundheit, Kraft und Lebensluſt ſtrahlenden Jüngling mit einem Blick voll tiefen Bedauerns, voll unendli⸗ cher Trauer uä. 4
Friedrich von Trenck ſah das nicht.
Befehlen Euere Majeſtät, daß ich zur Eskadron nach Berlin reite? fragte er mit der ganzen Unbeſon⸗ eäbei ſeiner leidenſchaftlichen Sehnſucht, ſeiner otzigen
iebe.
Wo kommt Er her? fragte er ſtrenge. Von Berlin, Majeſtät.
Jetzt ſchoß ein zorniger Blitz in den Augen des Königs auf.
—


