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Iſt Er von der Wahrheit deſſen, was Er da ſagt, überzeugt? fragte er mit ſtrengem Ton.
Sire, wenn Euere Majeſtät ſich davon überzeugen wollen, haben Sie nur nöthig, heute Nachmittag zwi⸗ ſchen fünf und ſechs Uhr unangemeldet in die Zimmer der Prinzeſſin Amalie zu gehen, dann werden Euere Majeſtät ſehen, daß ich die Wahrheit ſagte.
Friedrich antwortete nichts, er trat wieder an's Fenſter und blickte ſchweigend hinunter auf die Straße. Als er ſich wieder umwandte, zu Pöllnitz hin, war ſein Geſicht heiter, faſt lachend.
Pöllnitz, ſagte er, Er iſt ein alter Fuchs, der in⸗ deſſen dies Mal ſeinen Bau ſehr ſchlecht angelegt und ſeinen Angriffsplan ſehr ſchlecht entworfen hat. Sieht Er, dies Mal durchſchaue ich Seine ganze Intrigue. Er iſt dem armen Trenck gram, das habe ich längſt gemerkt, Er iſt ihm gram, weil Er ſieht, daß ich ihm gut bin, und weil Ihr Höflinge ſtets denjenigen als Euren Feind betrachtet, welcher mehr in Gunſt ſteht, als Ihr ſelber. Der Trenck ſteht wirklich hoch in meiner Gunſt, denn er iſt, trotz ſeiner Jugend, ein gelehrter und tüchtiger Officier und außerdem ein durchaus liebenswürdiger Menſch. Das kann Er ihm nicht verzeihen und deshalb will Er ihn bei mir ver⸗ dächtigen. Es ſoll Ihm aber dies Mal nicht gelin⸗ gen, und ich ſage Ihm, ich glaube kein Wort von ſeinem albernen Geſchwätz. Ich will indeß dies Mal vergeſſen, daß Er es geſprochen hat. Wehe Ihm aber, wenn Er es nicht auch vergißt, wehe Ihm, wenn Seine Lippen Jemals wieder eine ſolche Albern⸗
heit ſprechen, ſei's zu mir oder zu irgend einem An⸗ dern. Ich mache Ihn verantwortlich. In Seinem Kopfe iſt dieſes ganze alberne Mährchen entſtanden, Seine Schuld iſt es daher, wenn es ſich weiter ver⸗


