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Ihr Geld und Ihr Leben mir verfallen.“*) Euere Majeſtät werden mir nun wohl zugeſtehen, daß mir dieſe vier Worte: Va t'en, noble guerrier, das Leben gerettet haben?
Ich geſtehe es zu und bin begierig, die andern Worte zu wiſſen, welche Ihn jetzt, wie Er ſagt, mit meiner Ungnade bedrohen. Rede Er.
Sire, ich bin ſeit mehr als vierzig Jahren ein treuer Diener Ihres erlauchten Hauſes. Wollen Euere Majeſtät die Gnade haben, mir das zuzugeben?
Treu? fragte der König. Er war uns treu, wenn es in Seinem Vortheil lag, Er verließ uns, wenn Er anderswo mehr Vortheil zu finden glaubte. Ich machte ihm früher einen Vorwurf daraus, aber jetzt, da ich die Welt und die Menſchen kenne, ver⸗ gebe ich es ihm. Fahre Er nun fort in Seiner pathetiſchen Rede.
Euere Majeſtät haben mir oft befohlen, Ihnen Alles zu hinterbringen, was man in der Stadt und unter den Leuten von der erhabenen Familie meines Königs ſpricht, und Sie immer zu benachrichtigen, wenn man es wagt, ſich irgend eine Verleumdung zuzuflüſtern.
Wagt man das jetzt? fragte der König und ein Ausdruck wirklicher Angſt zeigte ſich auf ſeinem edlen Antlitz.
Sire, man wagt es!
Der König ſtieß einen dumpfen Seufzer aus und ging haſtig einige Male auf und ab. Dann ſtellte er ſich an's Fenſter, Pöllnitz den Rücken zukehrend. Rede Er, ſagte der König.
Sire, man flüſtert ganz leiſe, daß der junge Lieu⸗
*) Thiébault. Vol. III. pag. 60.


