Teil eines Werkes 
Berlin und Sansouci oder Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 2. Band (1857)
Entstehung
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Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort; mehr als das, ich verſpreche Ihnen, für Sie das Wort zu führen, wenn irgend Jemand es wagen ſollte, Sie beim Kö⸗ nig verdächtigen zu wollen.

Der Oberſt von Jaſchinsky antwortete nicht. Er eilte nur zu ſeinem Schreibtiſch hin und nahm aus demſelben zwei Geldrollen, mit denen er ſich dem Ba⸗ ron näherte.

Herr Baron, ſagte er, hier iſt die Hälfte von dem Gelde, das ich mir von dem Lieutenant von Trenck geliehen habe, hundert Ducaten. Bevor ich ſie Ihnen gebe, habe ich Sie nur noch um die Erfüllung einer Bitte zu erſuchen.

Und dieſe iſt? Sagen Sie mir, von wem Sie erfahren haben, daß ich mir dies Geld geliehen?

Ich habe Ihre Schuldverſchreibung geleſen, der Baron von Trenck zeigte ſie mir.

Ah, er zeigte ſie Ihnen, ſagte Jaſchinsky mit einem ſolchen Ausdruck, daß Pöllnitz ſehr wohl begriff, wie⸗ viel Haß, Zorn und Rache das Herz des Oberſten eben bewegte.

Er nahm das Geld aus des Grafen Händen und ließ es ſanft in ſeine Buſentaſche gleiten. Ich ſchulde Ihnen jetzt hundert Stück Ducaten, ſagte er, ich kann Ihnen nicht verſprechen, ſie Ihnen wiederzugeben, aber ich will Ihnen verſprechen, Ihnen behülflich zu ſein, daß Trenck Ihnen ſeine Schuldverſchreibung niemals produciren ſoll, und Sie Rache nehmen können an dem ſchönen Officier. 5

Wollen Sie mir dazu behülflich ſein? Ich ſchenke Ihnen mein beſtes Pferd, wenn Sie es thun! 4 Glauben Sie mir, Sie ſollen gerächt werden, ſagte Pöllnitz feierlich. Laſſen Sie immerhin Ihr