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Garde du corps. Sie ſind Oberſt in dieſem herrlichen Regiment, und ſollen ohne Zweifel den Officieren mit einem guten Beiſpiel voran leuchten. Ich weiß aber nicht, ob der König es ein gutes Beiſpiel nennen würde, wenn er erführe, daß Sie nicht allein Schul⸗ den machen, ſondern ſich ſogar von den Officieren Ih⸗ res eigenen Regimentes Geld borgen.
Herr Baron von Pöllnitz! rief Jaſchinsky mit dro⸗ hendem Ton.
Pöllnitz lächelte, und die Worte wiederholend, welche der Graf kurz zuvor zu ihm geſagt, rief er: Ah, wie es ſcheint, wollen Sie mir jetzt drohen? Laſ⸗ ſen Sie das, Herr Graf, und hören Sie mir ruhig zu. Ich bin gekommen, um ein Geſchäft mit Ihnen zu machen. Sie haben von dem Baron von Trenck vorgeſtern zweihundert Stück Ducaten geborgt. Geben Sie mir hundert Stück davon, und ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, zu ſchweigen. Verweigern Sie es mir, ſo gebe ich Ihnen mein Ehrenwort, daß ich ſo⸗ fort zum König gebe, und ihm die ganze Geſchichte er⸗ zähle. Sie wiſſen ſehr gut, Herr Graf, daß er Sie ſofort caſſiren würde..
Ich weiß nicht, ob Seine Majeſtät den Worten des Herrn Baron von Pöllnitz ſo unbedingt Glauben ſchenken würde, und an Beweiſen für Ihre Behaup⸗ tung würde es Ihnen fehlen.
Nicht doch, Sie haben eine Schuldverſchreibung ausgeſtellt, und ich meine, das iſt ein vollgültiger Be⸗ weis.
Der Graf erblaßte und ging einige Male heftig im Zimmer auf und ab. Sie geben mir Ihr Eh⸗ renwort, dem König nichts zu ſagen, wenn ich Ihnen hundert Stück Dukaten dafür auszahle? fragte er dann.


