Teil eines Werkes 
Berlin und Sansouci oder Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 2. Band (1857)
Entstehung
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hundert Ducaten werde ich mir verdienen, und an dem König meine Revanche nehmen für das Austrommeln. Das wird alſo heute ein ſehr ſchöner und geſegneter Morgen werden!

Er begab ſich zuerſt in die Wohnung des Oberſten von Jaſchinsky und ließ ſich bei dieſem wegen einer dringenden Geſ⸗ ſchäftsſache melden.

Der Oberſt ſelber eilte ihm daher ganz dienſtbereit und voll Neugierde entgegen.

Führen Sie mich in ein Zimmer, wo wir ganz ſicher ſind, von Niemanden belauſcht zu werden, ſagte Herr von Pöllnitz.

Der Oberſt führte ihn in ſein Arbeitskabinet.

Hier kann uns Niemand belauſchen, Herr Ober⸗ Ceremonienmeiſter.

Ohne Umſchweife alſo, Herr Graf. Sie kennen das Geſetz, welches den Officieren verbietét, Schulden zu machen?

Ich kenne es, erwiderte der Graf Jaſchinsky ein wenig erbleichend. Ich kenne es, und ich glaube, daß der Herr Baron von Pöllnitz alſo ſehr zufrieden ſein kann, nicht zu den Officieren zu gehören.

. Vielleicht würden Sie es auch ſein können, Herr Oberſt. 1

Wie meinen Sie das? fragte Jaſchinsky mit hoch⸗ fahrendem Ton.

Ich meine ganz einfach, daß der Herr Oberſt Graf von Jaſchinsky auch zu den Officieren gehört, welchen das Geſetz verbietet, Schulden zu machen, daß er ſich aber ſehr wenig an dies Geſetz bindet.

Ah, Sie ſind alſo, wie es ſcheint, hierher gekom⸗ men, um mir zu drohen?

Höchſtens um Sie zu warnen, Graf. Denn Sie wiſſen wohh der er Kanig iſt bejonders ſtreng zeden ſeine