Teil eines Werkes 
Berlin und Sansouci oder Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 2. Band (1857)
Entstehung
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Pöllnitz ſchaute ihnen nach, bis die Fackeln nur noch wie kleine Sterne im Hintergrunde flammten. Da geht ſie hin alle die Herrlichkeit und Pracht, ſagte er, da gehen ſie hin, die Genüſſe des Friedens und der üppigen Ruhe. Das Silber wird eingeſchmolzen, das Eiſen und der Stahl wird ſeine Stelle einneh⸗ men. Ja wahrhaftig, die eiſerne Zeit beginnt! Sie beginnt auch für mich! Ach, warum kann ich nicht, wie jene Tellern und Schüſſeln, auch mich in die Münze ſchicken laſſen und mich zu Thalern ausmünzen laſſen!

Seufzend begab er ſich auf den Heimweg, und ſo vertieft war er in ſeine Gedanken, daß er ſogar ver⸗ gaß, dem Diener, welcher ihm ſchlaftrunken und mit wenig Ehrerbietung entgegenkam, einen Rippenſtoß, den ſonſt gewöhnlichen Abſchiedsgruß jedes Abends, zu geben.

XIX. Der erſte Blitzſtrahl.

In dieſer Nacht ſchlief Herr von Pöllnitz ſehr we⸗ nig, als er aber am andern Morgen ſich von ſeinem Lager erhob, war ſein Antlitz heiterer und ſtrahlender wie ſeit langer Zeit. Er hatte ſeinen Plan gemacht, und war jetzt überzeugt, daß derſelbe reuſſiren werde.

Ich werde mir heute hundert Ducaten verdienen, ſagte er leiſe lächelnd zu ſich ſelber, als er in glänzen⸗ der Toilette ſeine Wohnung verließ, ja wahrhaftig,