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Sie ſollen ihn jetzt haben, Herr Baron, erwiderte Fredersdorf, indem er in den Kahn ſprang. Jetzt vorwärts, vorwärts, Ihr Leute. Herr Baron, wollen Sie mit?
Wohin geht die Reiſe?
Kommen Sie hierher, ein weuig näher, daß meine Lippen Ihr Ohr erreichen können.
Pöllnitz näherte ſich vorſichtig dem Rande des Kahns und neigte ſein Ohr zu Fredersdorf nieder.
In die Münze geht die Reiſe, flüſterte er. All dieſes ſchöne Tafelzeug wird ausgemünzt werden, denn der König wird in nächſter Zeit keine Diners mehr geben, ſondern Schlachten liefern; der König verwan⸗ delt alſo ſeine Schüſſeln und Teller in gute Thaler⸗ ſtücke, um ſeine Armee nicht hungern zu laſſen. Nicht wahr, jetzt ſind Sie überzeugt davon, daß der König wirklich kein Geld hat, um Ihre Schulden zu bezah⸗ len?
Ich bin überzeugt davon!
Nun, dann leben Sie wohl! Nehmt Eure Ru⸗ der zur Hand! Vorwärts! Vorwärts! Ihr fahrt in den Spreearm, der hinter der Münze ſich hinzieht. Gerade dort haltet Ihr ſtill! Die Münze iſt unſer Ziel!*)
Die Münze iſt das Ziel! murmelte Herr von Pöllnitz verdrießlich, dem Kahne nachſchauend, der lang⸗ ſam auf dem Waſſer dahin glitt, und inmitten dieſer Dunkelheit mit ſeinen Fackeln, welche die Goldſtickerei auf den Livreen der Heiducken und die ſilbernen Ge⸗ ſchirre mit blitzenden Glanzlichtern beleuchteten, einen wunderbaren eigenthümlichen Anblick darbot.
*) Preuß, Lebensgeſchichte Friedrichs d. Gr. Bd. I. pag. 79.


