Teil eines Werkes 
Berlin und Sansouci oder Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 2. Band (1857)
Entstehung
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und nicht mehr fürchten müſſen, daß ſich Diebe in die Rüſtkammer eingeſchlichen haben. Kommen Sie, Herr Baron.

Sie gingen wieder hinab zu dem Kahn, auf wel⸗ chen jetzt die Heiducken neben den hochaufgethürmten Schüſſeln und Kannen die zwölf Säcke poſtirt hat⸗ ten.

Sehen Sie da, ſagte Fredersdorf traurig, dieſes Alles könnte vermieden werden, wenn ich ſchon das Ziel meiner Forſchungen, wenn ich ſchon dieſes große Geheimniß enträthſelt hätte, welches Gott wie ein ewiges großes Fragezeichen über der Menſchheit auf⸗ gehängt hat, und an deſſen ſpitzen Winkeln und Ecken ſich ſchon Tauſende gelehrter und kluger Männer ihr Gehirn eingerannt und ihr Lebensglück zertrümmert haben. Mein Gott, und es fehlt nur noch ſo wenig, daß ich es erreicht habe; nichts weiter als eine verhär⸗ tende Subſtanz, und ich hab's erreicht, und ich habe Gottes größtes Geheimniß erforſcht, und ich kann Gold machen!

Ach, Sie denken noch immer daran?

Ich denke immer daran, und werde daran denken, ſo lange ich lebe, und dieſer Gedanke wird bei mir alle andern verdrängen, wie er jetzt ſchon die Liebe und das Glück und die Ruhe und den Schlaf mir er⸗ tödtet hat. Warten Sie nur, warten Sie! Eines Tages werde ich doch den Stein der Weiſen gehoben haben und Gold machen können. An jenem Tage werden Sie mich ſehr lieben, Herr Baron von Pöll⸗ nitz, an jenem Tage werde ich nicht mehr Ihnen be⸗ weiſen müſſen, daß der König kein Geld hat, wie ich es heute habe thun vuüiſen⸗. 3 Sie ſind mir den geblieben, ſagte Pöllnitz.

Mühlbach, Berlin u. Sansſouci ac. II. 13

eweis eigentlich noch ſchuldig