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eigenes lachendes Geſicht in dem glänzend polirten Rand dieſer Teller geſpiegelt, und mit der ſilbernen Gabel die leckerſten Biſſen mir von dem Grunde dieſer Schüſſeln aufgeſpeichert. Wahrhaftig, Fredersdorf, es iſt im Grunde eine edle Beſtimmung, eine Speiſeſchüſ⸗ ſel zu ſein, es liegen auf ihrer Fläche die Genüſſe und die Lebenskraft der ganzen Menſchheit. Aber ſagen Sie mir nur um Gottes Willen, wie können Sie es nur dulden, daß dieſe Kerle da ſo ungebührlich mit dieſen königlichen Geſchirren umgehen. Sehen Sie da, dieſer Heiduck hat wahrhaftig eine dieſer wundervollen Salatieren ganz zuſammengebogen, um ſie noch in den Sack zu bekommen. 1
Lieber Baron, das macht, daß jenes Stück nicht mehr nöthig hat, Salatiere zu ſein, ſondern nur noch Silber iſt.
Sie ſprechen in Räthſeln, die ich nicht verſtehe. Aber wahrhaftig, dieſe Kerle haben ihre zwölf Säcke ſchon gefüllt, und die Rüſtkammer ſieht jetzt ſo öde und leer aus wie das Herz einer alten Jungfer. Jetzt ſa⸗ gen Sie mir um Gottes willen, wohin wollen Sie mit all' dieſem Silbergeſchirr.
Sie haben es alſo noch nicht errathen?
Ich denke wohl, daß der König, welcher jetzt in Potsdam reſidirt, dort auch ſein Silbergeſchirr haben will, und er läßt das Service aus dem Berliner Schloſſe dahin bringen, weil er, nun ja, wenn Sie es denn durchaus wollen, weil er nicht Geld genug hat, um ſich eine eigene Rüſtkammer für Potsdam anzule⸗ gen. Nicht wahr, ich habe richtig gerathen?
Sie werden es ſogleich erfahren. Laſſen Sie uns nur jetzt den Heiducken folgen, denn Sie ſehen wohl, die Rüſtkammer iſt jetzt ſo ziemlich leer. Adieu, Mel⸗ chior. Sie werden jetzt einen leichten Dienſt haben,


