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Nicht nöthig, es ſind vier Soldaten mit geladenen Gewehren im Kahn. Kommen Sie.
Haſtigen Schrittes, ohne zu ſprechen, eilten ſie Alle wieder die Treppen hinauf, die Corridore entlang bis zu dieſem großen, weiten, von Schildwachen beſetzten Gemach, vor deſſen mit ſchweren, jetzt geöffneten Rie⸗ geln und Schlöſſern verſehener Thür der königliche Silberverwalter mit traurigem, verſtörtem Geſicht auf und nieder ging.
Nun, darf ich eintreten, Melchior? fragte Herr von Pöllnitz, den langjährigen Bekannten mit freundlichem Lächeln begrüßend.
Sie haben mich gar nicht mehr danach zu fragen, ſagte Melchior traurig. Mein Reich iſt, wie Sie ſe⸗ hen, zu Ende, denn wenn kein Silber mehr da, wenn die Rüſtkammer leer iſt, wird man natürlich keines Silberverwalters mehr bedürfen, und der alte Melchior wird ſo gut bei Seite gelegt werden, wie Alles, was aus der guten alten Zeit des hochſeligen Königs noch übrig geblieben iſt.
Herr von Pöllnitz hörte nicht auf ihn, er war mit Fredersdorf in die Rüſtkammer eingetreten und weidete ſeine Blicke an dieſen reichen Schätzen, welche ſich da vor ihm aufthaten, und welche jetzt von den Heiducken in große Säcke gepackt wurden.
Ach, wenn dieſe Tellern und Schüſſeln erzählen und ſich mit mir unterhalten könnten, welche ſeltſame Dinge wir da einander anzuvertrauen haben würden! ſagte Pöllnitz, indem er einen der Teller auf den Spitzen ſeiner Finger tanzen ließ. Wie oft habe ich von ihnen gegeſſen, ſowohl glänzende Galladiners un⸗ ter dem prachtliebenden Friedrich dem Erſten, als derbe Familiendiners unter dem hausvöäterlichen König Fried⸗ rich Wilhelm dem Erſten. Wie oft habe ich mein


