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Fackeln mit goldenen Streiflichtern beleuchtet ward, die wie Irrlichter die Treppen hinuntertanzten. Hinter den Heiducken her kamen wieder zwei Diener mit Fak⸗ keln, und hinter dieſen ſah man das bleiche ernſte Ge⸗ ſicht des Geheimkämmerers Fredersdorf erſcheinen. Pöllnitz eilte raſch auf ihn zu, und ward von Fre⸗ dersdorf mit einem trüben Lächeln willkommen gehei⸗ ßen.
Sie ſind alſo pünktlich erſchienen, ſagte Freders⸗ dorf. Sie wollten ſich durchaus überzeugen, daß der König kein Geld habe?
Gewiß wollte ich das, denn dieſe Ueberzeugung würde mir meine letzte Hoffnung gekoſtet haben, und dieſe aufzugeben, entſchließt man ſich ſchwer.
Jetzt, denke ich, werden Sie ſich ſchon entſchließen müſſen. Kommen Sie! Laſſen Sie uns den Heiduk⸗ ken folgen.
Er nahm den Arm des Ober⸗ Ceremonieumeiſters und ging haſtigen Schrittes mit ihm nach dem Ufer der Spree hinunter. Das große Boot, welches dort vorher ſo dunkel und ſtill gelegen, war jetzt von den Fackeln der Diener, die ſich zu beiden Seiten in dem⸗ ſelben aufgeſtellt hatten, hell beleuchtet, und eine rege Bewegung herrſchte jetzt in demſelben. Die zwölf Heiducken trugen, keuchend unter ihrer ſchweren Laſt, alle dieſe ſilbernen Teller und Schüſſeln, dieſe Hum⸗ pen, Kannen und Becher die ſchmale kleine Treppe hinunter in den Kahn, wo ſie dieſelben aufeinander thürmten, und dann wieder an's Ufer ſprangen.
Wir gehen wieder hinauf in die Rüſtkammer, wol⸗ len Sie mit? fragte Fredersdorf.
Gewiß will ich mit, ſagte Pöllnitz, es müßte denn ſein, daß Sie mich hier als Schildwache bei dem Sil⸗ bergeſchirr verwenden wollen.


