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liſchen Geheul unterhielten. Der Ober⸗Ceremonien⸗ meiſter begann ſchon ungeduldig zu werden, und meinte, daß der übermüthige Geheim⸗Kämmerer des Königs ſich vielleicht gar eine höchſt ungebührliche Myſtifica⸗ tion erlaubt habe, als er von der nahen Spree her den leiſen tactmäßigen Schlag mehrerer in's Waſſer ſchlagender Ruder vernahm. Haſtig eilte Pöllnitz dort⸗ hin, und ſeine an die Dunkelheit gewöhnten Augen erblickten ſehr wohl dieſen großen, offenen Kahn, der da eben ganz nahe an der Kurfürſten⸗Brücke an⸗ legte.
Hier iſt es, hier ſollen wir warten, flüſterte eine männliche Stimme.
Und wie es ſcheint, werden wir nicht lange zu warten haben, ſagte eine andere Stimme. Ich ſehe da ſchon Licht an den Fenſtern erſcheinen.
Die bis dahin dunkeln und todten Fenſter des dies⸗ ſeitigen Schloßflügels belebten ſich in der That plötz⸗ lich, und hier und dort ſah man den flackernden un⸗ ruhigen Schein von Licht hinter den Scheiben erſchei⸗ nen und verſchwinden. Das Licht, welches in den obern Etagen ſich zuerſt gezeigt hatte, ſenkte ſich jetzt tiefer in die untern Etagen und warf ſchon einen blaſſen Schein in die große, vor dem erſten Hofe be⸗ findlichen Vorhalle. 4
Wahrhaftig, man hat mich nicht getäuſcht, es geht hier etwas vor, flüſterte Pöllnitz, nach dem Schloſſe zurückeilend, deſſen Vorhalle er eben betrat, als auf der in dieſelbe ausmündenden großen Treppe ein ſelt⸗ ſamer Zug ſichtbar ward. Voran gingen zwei Diener mit Fackeln, ihnen folgten je zwei und zwei die zwölf Heiducken des Königs, ihre Schultern belaſtet mit Schüſſeln und Kannen, Tellern und Töpfen, deren ſilberne Fläche hier und dort von dem Schein der


