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Nichts weiter, Freund, als Sie zu warnen und Sie immerhin ein wenig zur Behutſamkeit zu ermah⸗ nen, denn ich glaube, daß nicht Alle ſich von Ihrem Spiel mit der Marwitz täuſchen laſſen; der König, welcher nichts zu ſehen ſcheint, ſieht doch Alles, er hat überall ſeine Spione und weiß Alles, was in ſeiner Familie geſchieht. Nehmen Sie ſich alſo in Acht, ſage ich Ihnen, und ſeien Sie immer auf Ihrer Huth.
Ich werde es thun und danke Ihnen für Ihre
Warnung, Freund, ſagte Friedrich von Trenck, die
Hand des Ober⸗Ceremonienmeiſters innig in der ſeinen drückend. Bald wird die Trennung meinem Bemühen zu Hülfe kommen, denn Sie wiſſen wohl, daß wir in einigen Wochen wieder nach Schleſien rücken und daß der König ſchon in aller Stille zu rüſten be⸗ ginnt.
Ich weiß es und ich beklage Sie! 4
Mich beklagen Sie? Ah, Sie wiſſen alſo noch nicht, daß ich der erſten Schlacht entgegenharre, wie ein Liebhaber dem erſten Kuß ſeiner Geliebten, und daß für mich das Schlachtfeld ein geſegneter Garten iſt, auf welchem mir Lorbeeren und Myrthen wachſen, die ich mir erobern muß, um daraus Kränze für meine Braut zu winden, Hochzeitskränze, mein lieber Pöllnitz! Jenſeits der blutigen Schlachtfelder liegt mein Fürſtentitel und Amaliens Brautkranz!
Schwärmer, unverbeſſerlicher Schwärmer, rief Pöll⸗ nitz lachend. Nun, gebe Gott, daß Sie nicht auf dem Schlachtfelde den Tod, oder jenſeits des Schlacht⸗ feldes das Gefängniß finden, wozu Sie jedenfalls mehr Ausſicht haben, als zu einem Fürſtentitel. Be⸗ nutzen Sie alſo bis dahin die Zeit und genießen Sie


