Teil eines Werkes 
Berlin und Sansouci oder Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 2. Band (1857)
Entstehung
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und nachdem ich beim letzten Hoffeſt geſehen, mit welchem gelangweilten Geſicht Sie hinter dem Stuhl der Marwitz ſtanden und mit welcher lächelnden Ruhe die Prinzeſſin zu dieſem vermeintlichen couple amou- reux hinüberblickte, ſehen Sie, da wußte und verſtand ich Alles!

Nun denn, da Sie Alles wiſſen, rief Friedrich von

Trenck, ſo will ich es auch nicht mehr verſuchen, Sie zu täuſchen. Ja, gelobt ſei Gott, Prinzeſſin Amalie liebt mich noch; ſie iſt es, welche ich in den Zimmern der Hofdame finde, an ſie ſind die Briefe gerichtet, die mein Diener jeden Morgen dem Fräulein von der Marwitz bringt, von ihr ſind die Briefe, die er mir zurückbringt. Oh, Gott ſei gelobt, Amalie liebt mich noch, und eines Tages wird ſie mir vor der Welt angehören, wie ſie es jetzt vor Gott thut, eines Tages— SHKalt, halt, unterbrach ihn Pöllnitz, Sie haben da eine Phraſe gebraucht, die Sie mir näher erklären müſſen, bevor Sie in Ihrem Dithyrambenflug fort⸗ fahren. Sie haben geſagt, Prinzeſſin Amalie gehöre Ihnen vor Gott an, was heißt das?

Was das heißt? fragte Friedrich von Trenck ganz erſtaunt. Das heißt, daß Gott, welcher in unſere Herzen ſchaut, die Ewigkeit und Unermeßlichkeit unſerer Liebe kennt, das heißt, daß wir unter Gottes Himmel und ſeinen heiligen Namen anrufend, geſchworen ha⸗

ben, niemals unſern Schwur ewiger Liebe, ewiger

Treue zu vergeſſen, niemals eine andere Verbindung zu ſchließen.

Ah, weiter heißt das nichts? fragte Pöllnitz ge⸗ dehnt. Sagen Sie mir, ſind Sie wirklich niemals allein mit der Prinzeſſina?

Nein, niemals! Ich habe ihr mein Ehrenwort

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