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Groß Scharlach hinterlaſſen hat und daß ich es für achthundert Thaler jährlicher Rente verpachtet habe.
Ich bin ein zu guter Rechenmeiſter, um nicht zu wiſſen, daß das kaum für Ihre Pferde und Ihre Die⸗ nerſchaft ausreicht.
Nun denn, Sie mögen Recht haben. Für das Uebrige ſorgt mein allzugütiger Herr, der König. Er hat mir im Laufe dieſes Jahres dreihundert Friedrichs⸗ d'or geſchenkt.*)— Ich denke, Sie kennen nun die Quelle meines Aufwandes und werden mir nicht mehr die Beleidigung zufügen, zu glauben—
Daß Ihre Liebe gar nichts mit den irdiſchen Din⸗ gen zu ſchaffen hat, nein, das glaube ich Ihnen nicht, dieſe Beleidigung füge ich Ihnen nicht zu, ebenſo wenig als die andere, zu glauben, daß man Sie auf⸗ gegeben hat. Ah, lieber Freund, ich allein habe mich alſo zu beklagen, denn ich allein bin aufgegeben, und warum bin ich das? War ich nicht discret, dienſtbe⸗ reit und jederzeit willig?
Gewiß waren Sie das? Aber ich wiederhole Jh⸗ nen nur, es iſt alles zu Ende. Der ſchöne Traum iſt ausgeträumt.
Sie ſprechen im Ernſt?
Im vollſten Ernſt.
Nun denn, ſo will auch ich ernſthaft ſprechen. So will ich Ihnen erzählen, was Sie nicht zu wiſſen ſcheinen. Ein Gärtnerburſche, welcher ungewöhnlich früh aufgeſtanden war, um einige ſeltene Blumen, die im Garten zu Monbijon ſtehen, vor der Morgenkälte zu ſchützen und mit Matten zu belegen, hat die beiden
Geſtalten auf dem Balcon bemerkt und ihr leiſes Ge⸗ flüſter gehört. Er hat ſeine Entdeckung dem Ober⸗
*) Friedrich von Trenck's Lebensgeſchichte. Bd. I. pag. 63. . 12*


