Teil eines Werkes 
Berlin und Sansouci oder Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 2. Band (1857)
Entstehung
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Fredersdorf neigte ſich über die dargereichte Hand des Königs und bedeckte ſie mit ſeinen Thränen und mit ſeinen Küſſen.

Barberina's Augen ruhten mit einem Ausdruck ſeligen Entzückens auf dem ſchönen, ſtrahlenden Antlitz des Königs.

Sie hatte ihn ſehr wohl verſtanden, ſie wußte, daß der König heute Alle, die ihn umgaben, glück⸗ ſih zu machen wünſchte, weil er ſelber ſich glücklich fühlte.„

XVII. Der Verräther.

Herr Baron von Pöllnitz fühlte ſich heute ſehr un⸗ behaglich. Seit drei Tagen ſann er vergeblich, dieſer Unbehaglichkeit ein Ende zu machen, und ſeit drei Ta⸗ gen wollte ihm durchaus kein Mittel dazu einfallen. Herr von Pöllnitz befand ſich in jenem antediluviani⸗ ſchen Zuſtand, in dem ſelbſt Adam nur ſo lange ſich befand, als er im Paradieſe verweilte. Er hatte wie Adam, kein Geld. Aber das war durchaus kein pa⸗ radieſiſcher Zuſtand, ſondern ein ſehr unſeliger, der ſogar das Herz des unerſchütterlichen und tapfern Ba⸗ rons mit einigem Entſetzen und Bangen erfüllte. Was ſollte aus ihm werden, wenn der König ſich dies Mal nicht über ihn erbarmte, nicht Mitleid hatte mit ſeiner Noth, welche er ihm in einem ſehr beweglichen

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