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Signora, ſagte er dann, ſich rückwärts wendend, beliebt es Ihnen, einen Augenblick hierher zu kom⸗ men?
Barberina, ſeltſam befangen und erröthend, näherte ſich dem König. Im Hintergrunde des Zimmers ſah man den Baron von Sweerts, der mit einem pfiffi⸗ gen Lächeln nach dem König und der Barberina hin⸗ überſchauete. Neben ihm ſtand Fredersdorf, deſſen bleiches, ſchwermüthiges Geſicht ſich von der dunkel⸗ rothen Sammetportiere hinter ihm wie aus einem Rahmen emporhob.
Leſen Sie, ſagte der König zur Barberina, indem er mit ſeinem ſchlanken, weißen Zeigefinger auf die Worte hindeutete, welche er eben geſchrieben.
Barberina, hinter dem ſitzenden König ſtehend, neigte ſich vorwärts über ſeine Schulter. Ihr Athem berührte ſeine Wange, ſein feines duftiges Haar ſtreifte ihre Stirn, ſo nahe waren ſie nebeneinander.
Haben Sie geleſen? flüſterte der König.
Ja, Sire, hauchte ſie ganz leiſe. Aber als jetzt der König, ſein Haupt ein wenig mehr ſeitwärts wen⸗ dend, ſeine flammenden Blicke auf ſie heftete, ſchlug Barberina ganz ſchamvoll und verwirrt das Auge nieder.
Wollen Sie unterzeichnen? fragte er leiſe.
Ich will es! ſagte ſie kaum hörbar.
Sie wollen ſich verpflichten, die nächſten drei Jahre hier zu bleiben, und in dieſen drei Jahren ſich nicht zu vermählen?*)
)) Der Contract der Barberina ſicherte ihr auf drei Jahre ein Gehalt von ſiebentauſend Thalern mit fünf Monaten Urlaub im
Jahr, doch mußte ſie ſich contractlich verpflichten, in dieſen drei
Jahren ſich nicht zu verheirathen. Siehe: L. Schneider, Ge⸗ ſchichte des Berliner Opernhauſes pag. 27.


