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Ihren Füßen nieder. Oh, thäte ſie es, ich würde ſie ſegnen und im Sterben würde ich mich ſelig preiſen. Die Wahrheit, Sire, die Wahrheit! Hören Sie! Es iſt wahr, ich habe Sie gehaßt, denn Sie hatten mei⸗ nen Stolz gebeugt, und die bewunderte Königin der ganzen Welt in eine arme, gemiethete, bezahlte Tän⸗ zerin verwandelt, welche man mit Gensd'armen und mit der Polizei zwingt, einen Contract einzuhalten und ihren Willen ihrer Pflicht zu opfern. Es iſt wahr, ich habe Sie verwünſcht, denn Sie haben mich gewaltſam von einem Manne getrennt, welchen ich liebte, der mich liebte und mir eine glänzende, reiche und ruhm⸗ volle Zukunft zu bieten hatte. Es iſt wahr, ich habe zu Gott gebetet um Rache, um Vergeltung! Aber Gott hat meine Gebete nicht erhört, Gott verdammte mich um dieſes Verbrechens willen, und richtete die Spitze dieſes Dolches, den ich nach Ihnen zücken wollte, gegen meine eigene Bruſt. Ja, Sire, meine eigene Bruſt habe ich zerfleiſcht mit dieſem Haß, den ich Ihnen geſchworen, und an den ich mich anklam⸗ merte, wie der Geſcheiterte ſich an dem letzten Balken ſeines zerſchellten Schiffes hält, um nicht unterzuſinken. Aber ich, ich ſank unter. Ein Tag kam, wo die Ge⸗ bete des Zorns auf meinen Lippen ſich wider meinen Willen in Gebete des Segens verwandelten, wo ich mit Entſetzen und Grauen mir ſagte, daß vom Haß bis zur Liebe oft nur Ein Schritt iſt, ein Schritt, welcher indeß über einen Abgrund dahingeht! Ich will Ihnen nicht ſagen, Sire, was ich gelitten, wie ich ge⸗ kämpft und gerungen, wie ich mich ſelber verwünſcht, mich ſelber gehaßt habe, weil ich Sie nicht mehr ver⸗ wünſchen und nicht mehr haſſen konnte. Eines Tages, als Sie nach Schleſien abreiſten, ſagten Sie zu mir: „ich denke immer an Sie!“ Oh, Sire, Sie wuß⸗
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