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ſeine Füße tritt, weil er ſelber kein Herz hat. Nun denn, trumphiren Sie, Signora, Sie ſind gerächt! Der König hat ein Herz, und Sie haben dieſem Her⸗ zen wehe gethan!
Und ganz überwältigt, ganz übermannt von ſeiner innern Aufregung, ſprang der König von ſeinem Sitz empor und trat an's Fenſter, vielleicht um die Signora ſein erregtes Antlitz nicht ſehen zu laſſen, vielleicht um ſeine glühend heiße Stirn an den Scheiben zu kühlen.
Plötzlich fühlte er ſeine Schulter leiſe berührt; haſtig wandte er ſich um. Barberina war es, welche ihm gegenüber ſtand, ſo ſtolz, ſo groß, ſo königlich und ſchön, wie der König ſie nie zuvor geſehen. Eine energievolle Gluth ſprach aus ihren Zügen, ein ſtolzer Entſchluß flammte aus ihren großen glühenden Au⸗ gen.
Sire, ſagte ſie mit ihrer vollen, ſonoren Stimme, welche indeß ein wenig zitterte von dieſen innern Stür⸗ men, die ſie unter den Schleiern äußerer Ruhe ver⸗ barg, Sire, ich habe Ihnen geſchworen, Ihnen in die⸗ ſer Stunde die Wahrheit zu ſagen, ich werde meinen Schwur erfüllen. Ich werde Ihnen die Wahrheit ſa⸗ gen! Mögen Sie mich nachher verachten! Immerhin! Ich werde an Ihrer Verachtung ſterben, wie man an einem ſchnell tödtenden Gift ſtirbt, aber es iſt beſſer zu ſterben, als ſo zu leben. Ich will nicht, daß Sie mich für ſo kleinlich und erbärmlich halten, wie Sie es thun, merken Sie wohl, ich will es nicht! Sie
haben mich der Lüge beſchuldigt! Ich ſchleudere dieſe
Beſchuldigung von mir, wie man das ekle Gewürm fortſchleudert, deſſen Berührung uns anwidert. Sire, Sie ſollen die Wahrheit wiſſen, und träfe ſie mein Haupt wie ein Blitzſtrahl und ſchleuderte mich todt zu


