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Ihrem Stolz that es wohl, einen König, einen Mann, deſſen Machtſpruch Tauſende erzitttern macht, zu belei⸗ digen und zu kränken. Sie fingirten alſo eine Ohn⸗ macht, Sie unterbrachen ſich mitten in Ihrem Lächeln, Ihrer bezaubernden Heiterkeit, Ihrem übermüthigen Libellenflug, um mit der ganzen Kunſt einer Schau⸗ ſpielerin eine plötzliche Erkrankung zu heucheln, nur, um nicht weiter zu tanzen, nur, um den König zu kränken. Barberina, das war ein kleinliches, ein jam⸗ mervolles Kunſtſtück, welches Sie billig den Theater⸗ prinzeſſinnen und den Kammerkitzchen überlaſſen foll⸗ ten. Für dieſe iſt ſolch Nürnberger Spielzeug gut genug, eine Barberina ſollte ſich nicht mit ſolchem Flit⸗ ter behängen, und nicht aus kleinlicher Rachſucht zu einer jammervollen Lüge ihre Zuflucht nehmen. Und wie raffinirt Sie ſind in Ihrer Bosheit, wie uner⸗ müdlich in Ihrem Haß! Nicht zufrieden damit, daß Sie an jenem erſten Abend eine Ohnmacht fingirten, haben Sie ſich am andern Tage ſelber verwundet, und in Ihrer blutdürſtigen Wuth gegen mich haben Sie ſogar gegen ſich ſelber gefrevelt. Eine Ohnmacht, das wußten Sie wohl, muß doch vorüber gehen, aber ein verletzter Fuß, das bleibt, das dauert vielleicht ſo lange, als der König hier iſt, um ſich ein wenig zu erholen von den Sorgen, den Gefahren und Anſtren⸗ Jungen ſeines Kriegslebens, und erſt, wenn er wieder abgereiſt iſt, wird der Fuß geneſen. Ah, Signora, Sie ſind eine ächte Tochter Ihres Landes, Sie ver⸗ ſtehen Sich auf die Rache und den Haß, und Sie ſind unerſättlich darin. Nun denn, ich will Ihnen eine Freude machen, ich will Ihr Herz mit Entzücken er⸗ füllen. Sie haben geſchworen, mich zu haſſen, Sie beten zu Gott, daß er Ihnen Rache gewähren möge an dem König von Preußen, welcher die Herzen unter


