Teil eines Werkes 
Berlin und Sansouci oder Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 2. Band (1857)
Entstehung
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Aber ihr Körper war doch minder ſtark, als ihr Geiſt, und was Barberina's Kopf nicht wollte, das that ihr Fuß. Er verſagte ihr, er verlangte Ruhe, und wider ihren Willen ſchwankte ſie und erbleichte.

Sofort war der König an ihrer Seite, und fragte mit ſo theilnehmender, bewegter Stimme um den Grund ihres Erbleichens, daß Barberina ihr Herz da⸗ von erbeben fühlte in füßem Erſchrecken. Er ſelber ſchob ihr den Seſſel herbei und bat ſie, ſich zu ſetzen und auszuruhen, und ſich zu erholen von dem ermü⸗ denden Stehen. Sie dankte ihm mit einem ſüßen Lächeln, und meinte, daß es beſſer ſein würde, wenn ſie zu Hauſe führe, daß ſie ſich unfähig fühle, noch länger dem Maler zu ſitzen, und ſie ſich daher, wenn der König es erlaube, zurückziehen wolle.

Eine Wolke flog über des Königs Stirn, und ein düſterer, faſt trauriger Blick traf Barberina's An⸗ geſicht.

Nein, ſagte er faſt barſch, Sie ſollen noch hier bleiben. Wir haben noch Geſchäfte mit einander. Der

weerts hat mir vorher Ihren Contract gebracht, da⸗ mit ich ihn untekſchriebe. Ich finde aber daran noch Einiges zu ändern, und hätte Sie deshalb heute zu mir beſchieden, wenn der Zufall Sie nicht hierher ge⸗ führt hätte.

Euere Majeſtät haben ganz über mich zu befehlen! ſagte Barberina demüthig.

Wenn es ſich um Geſchäfte und Contracte han⸗ delt! rief der König mit einem rauhen Lachen. Ich will alſo nur von Geſchäften mit Ihnen ſprechen. Pesne, Er ſagt wohl beim Hinausgehen dem Lakayen, daß er den Baron von Sweerts zu mir beſcheiden ſoll.

Er nickte dem Maler den Abſchiedsgruß zu, und 5