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Vier Primadonnen auf einmal, rief der König la⸗ chend. Das iſt gefährlich und wir würden vielleicht das intereſſante Schauſpiel haben, zu ſehen, wie ſie ſich alle Viere gegenſeitig die Augen auskratzten. Nein, nein, um die Kraft einer Sonne ermeſſen zu können, muß man ſie ohne Nebenſonnen leuchten laſſen. Wir wollen alſo nur eine Dame leuchten laſſen, und da Du der Wirth biſt, ſo haſt Du allein das Recht, ihren Namen zu beſtimmen. Möge es alſo die Signora Barberina ſein!*) 3
Euere Majeſtät geſtatten mir alſo die Barberina einzuladen? fragte Rothenburg, dem König gerade und feſt in's Angeſicht ſehend. Ihre Blicke begegneten ſich, der Schimmer eines Erröthens flog über die Wangen des Königs hin, dann brach er plötzlich in ein lautes Lachen aus und legte ſeine beiden Arme auf des Freundes Schultern, indem er mit einem Aus⸗ druck unendlicher Liebe in ſein vor Vergnügen ſtrah⸗ lendes Antlitz ſchaute. 5.
Recht grauſam, aber wohlverdient, Sire. Denn warum wollten Sie mir nicht ſelber Ihre Befehle mit⸗ theilen, warum ſollte ich Sie errathen?
Warum? Mein Gott, es iſt zuweilen ſo bequem, errathen zu werden. Nun alſo iſt es heraus! Du ladeſt uns heute Abend die ſchöne Barberina ein. Und höre, Du könnteſt wohl noch einen Herrn einla⸗
*) Rödenbeck. Tagebuch aus Friedrich des Großen Regen⸗ tenleben pag. 111. 4 5


