Teil eines Werkes 
Berlin und Sansouci oder Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 2. Band (1857)
Entstehung
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Confidenztafel einzurichten, bei welcher auch Frauen gegenwärtig ſein ſollen.

Euere Majeſtät ſind indeſſen auch verheirathet.

Sie kämen, auch wenn ich nicht, wie Du ſagſt, verheirathet wäre. Die Gräfin Camas, die Frau von Brandt, die Kleiſt und die Morien, das Alles ſind viel zu geiſtreiche Weiber, um ſich nicht über das Vor⸗ urtheil hinweg zu ſetzen.

Euere Majeſtät befehlen alſo, daß ich dieſe ein⸗ lade? fragte der General mit einem lauernden Blick und einem halben Lächeln. Ohne Zweifel werden ſie kommen, wenn ich ihnen ſage, daß Euere Majeſtät es befehlen. Soll ich ſie alſo einladen?

Der König zögerte ein wenig mit ſeiner Antwort. Vielleicht möchten ſie doch nicht gern kommen, ſagte er dann. Du biſt unverheirathet, und da ſie verheirathet ſind, fürchten ſie vielleicht ihre Männer.

Wir müßten alſo Damen wählen, welche unver⸗ heirathet ſind, ſagte Rothenburg, deſſen Geſicht jetzt ſtrahlte vor Vergnügen. Nun wüßte ich aber keine unverheirathete Dame der höheren Geſellſchaft, welche die Aufklärung und Geiſtesfreiheit ſo weit treiben möchte, um ſich in eine Männergeſellſchaft zu wagen.

Muß man denn immer nur in der höhern Ge⸗

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