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die Kraft, den Frauen zu widerſtehen und ihren Um⸗ gang zu vermeiden.
Wer weiß, ob das nicht bloße Feigheit iſt, ſagte der König, indem er an's Fenſter trat und mit ſeinen weißen ſchlanken Fingern an die Scheiben trommelte. Ich nannte auch den Rheinwein Gift, weil er mir zu ſtark war, und doch finde ich jetzt, daß er allein Wein zu nennen iſt, weil er allein Blume hat.
Er ſchwieg und trommelte ſeinen Parademarſch auf dem Fenſter weiter.
Der General ſah gedankenvoll und erſtaunt zu ihm hinüber. Plötzlich erhellten ſich ſeine Züge und ein halb unterdrücktes ſchlaues Lächeln umſpielte ſeine fei⸗ nen Lippen. 7
Nun möchte ich mir erlauben, an die Worte mei⸗ nes Königs einige Schlußworte anzuhängen, ſagte er, die ungefähr ſo ausſehen, wie die Moral am Schluſſe einer Fabel. Euere Majeſtät ſagen, der Rheinwein allein ſei Wein zu nennen, weil er allein Blume hat, ſo möchte ich die Geſellſchaft allein eine Geſellſchaft nennen, bei der Frauen gegenwärtig ſind. Die Frauen ſind die Blume der Geſellſchaft. Wollen Sie die Gnade haben, mir beizuſtimmen, Sire?
Wenn ich das thäte, ſo hieße das ja ſo viel, als Dich auffordern, uns heute Abend einige Frauen einzuladen, ſagte der König, immer noch am Fenſter ſtehend.
Unnd mit welchem Entzücken würde ich dieſer Auf⸗ forderung nachkommen, ſagte der General. Nur daß es ſehr ſchwer halten wird, einige Damen zu über⸗ reden, zu einem Junggeſellen, wie ich es bin, zu kommen.
Ah bah, ich habe mich entſchloſſen, im nächſten Winter öfter kleine Soupers zu geben und mir eine
Mühlbach, Berlin u. Sansſouci ꝛc. II. 4


