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Liebesgeſchichte, mit der freilich meine erhabene und tugendhafte Mutter keine Aehnlichkeit hatb Sei es drum, mein Vergleich hinkt ein wenig, aber meine Langeweile iſt ſo ächt, wie meine Freundſchaft zu Dir.
Euere Majeſtät langweilen ſich? fragte Rothen⸗ burg. Ich kenne dieſe Art Langeweile an meinem König, und ich habe bemerkt, daß ſie bei Ihnen immer nur dann eintritt, wenn Sie am Vorabend einer gro⸗ ßen That ſtehen, und die Nacht, welche dem Tage des Sieges vorausgeht, Ihnen zu lang ſcheint. Wenn Euere Majeſtät ſagen, daß Sie Sich langweilen, ſo ſchließe ich zus, daß wir bald wieder einen Krieg haben und neuen Siegen unſers Königs zu er⸗ zählen haben werden.
Der König lächelte. Vielleicht magſt Du Recht haben. Ich liebe den Krieg nicht, aber er iſt ein nothwendiges Uebel, und wenn denn meine Muhme Thereſia durchaus nur durch einen abermaligen Aderlaß von ihrer Krankheit des Stolzes und des Uebermuthes befreit werden kann, nun ſo werde ich der Arzt ſein, der ihr noch einmal eine Ader ſchlägt. Das Bündniß mit Frankreich iſt geſchloſſen, Karl der Siebente zieht zur Kaiſerkrönung gen Frankfurt, der franzöſiſche Ge⸗ ſandte Belle⸗Isle begleitet ihn dorthin, und meine Armee ſteht kampfgerüſſtet, bereit, den Kaiſer zu ſchützen gegen Oeſterreichs Uebermuth. Wir werden Krieg haben, Freund, und da ſich Sieg auf Krieg reimt, ſo hoffe ich, werden wir auch bald von Sieg zu erzählen wiſſen, ſei's auch nur, um es unſern Poeten leicht zu machen, unſere Thaten zu beſingen und den glücklich⸗ ſten Reim auf Krieg gleich bei der Hand zu haben. In einigen Wochen ſpäteſtens brechen wir auf. Oh, Freund, wenn es zur Schlacht geht, fühle ich, daß ich noch jung bin und daß mein Herz noch nicht in mei⸗


