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ich ſicherlich Sieger ſein, denn ich bin ganz in jener verzweifelten, todesmuthigen Stimmung, welcher das Schlachtengebrüll ein willkommener Geſang und das Blutvergießen ein erleichternder Aderlaß iſt. Und was iſt es denn, was ſo auf einmal einen Schleier über meinen Geiſt gezogen hat, welche geheimnißvolle, räthſelhafte Macht hat ihre Hand über mich ausge⸗ ſtreckt, und hält mich gefangen in dieſen Banden, die ich nicht zu zerreißen vermag, weil ich ſie nicht ſehen und nicht fühlen kann! Nein, nein, ich will Herr ſein meiner ſelbſt, ich will nicht träumen und ſeufzen! Ich will leben, arbeiten und wenigſtens ein treuer König ſein, wenn ich doch kein glücklicher und froher Mann ſein kann!
Er zog haſtig die Klingel und befahl dem eintre⸗ tenden Kammerdiener, die Kabinetsräthe eintreten zu laſſen und die Miniſter zu einem Conſeil zuſammen⸗ zurufen.
Ich werde arbeiten und alles Andere vergeſſen, ſagte der König mit einem ſanften Lächeln, und er begab ſich in ſein Arbeitszimmer, um die Vorträge ſeiner Räthe und ſeiner Miniſter entgegenzunehmen.
Aber dies Mal hatte der König ſich getäuſcht; ſelbſt die Arbeit verſcheuchte die Wolke nicht von ſeiner Stirn. Sie ſtand noch darauf, als er in ſein Ka⸗ binet zurückkehrte, ſie war vielleicht ſogar noch dunkler geworden.
Ich will ein Ende machen, ſagte der König plötz⸗ lich, nachdem er wieder lange gedankenvoll auf und abgegangen war. Ja, gewiß, ich will ein Ende ma⸗ chen! Da ich glücklicher Weiſe nicht Odyſſeus bin, ſo ſehe ich nicht ein, warum ich mir die Augen verbinden und die Ohren mit Wachs verſtopfen ſoll, um die be⸗ zaubernde Syrene nicht zu ſehen und ihren verlocken⸗


