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ginge, murmelte er leiſe in ſich hinein, heute würde
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gegenzugehen, doch die glückliche Vergangenheit, die geliebte Heimath mit heißen Thränen beweinte. Und da die Männer ihre Weiber und Schweſtern weinen ſahen, da ſie gewahrten, daß ſelbſt ein Prinz ſeiner Thränen ſich nicht ſchämte, weinten auch ſie, aus Sym⸗ pathie, aus Rührung, aus Liebe zu dem Königshauſe. Der Zwiſchenact, ſonſt ſo heiter und geräuſchvoll, ſo von Plaudern und Lachen belebt, ging dies Mal unter ſtillem Weinen und mühſam unterdrücktem Schluchzen zu Ende, und als dann wieder die Oper begann, hatte Niemand Aug' und Ohr für die Bühne, ſelbſt der gefeierte Sänger Salimbeni ließ unapplaudirt ſeine herrlichſten Töne erſchallen, ſelbſt die Barberina tanzte, ohne daß das Publikum, wie es doch an dieſem Abend gedurft hätte, ihr zujauchzte und ihr die ge⸗ wohnten Spenden des Beifalls darbrachte.—
War es vielleicht die Erinnerung an dieſes rüh⸗ rende Intermezzo des geſtrigen Abends, welche den König ſo bewegte? Trauerte ſein Herz um die ge⸗ liebte Schweſter, welche ihn jetzt für immer verlaſſen hatte? Vielleicht wußte der König es ſelber nicht, oder vielleicht wollte er es nicht wiſſen, was ihn ſo bewegte, ihn ſo ruhelos und genußlos umhertrieb.
Nachdem er ſeine Flöte bei Seite gelegt, nahm er den Livius zur Hand, welcher immer auf ſeinem Schreibtiſch lag, und verſuchte einige Kapitel zu leſen. Aber die Buchſtaben tanzten vor ſeinen Augen, und ſeine Gedanken ſchweiften weit ab von dem alten rö⸗ miſchen Geſchichtsſchreiber.
Mißmuthig warf der König das Buch bei Seite, und ging, die Hände auf dem Rücken gefaltet, wieder auf und ab. 3
Ach, ach, ich wollte, daß es heute zur Schlacht


