Teil eines Werkes 
Berlin und Sansouci oder Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 2. Band (1857)
Entstehung
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dem vollen Ausdruck der zärtlichen, faſt bewundernden Theilnahme auf der herrlichen Geſtalt Trenck' ruhen, und mit einem beſeligten Lächeln flüſterte ſie: Der König ſelber findet ihn ſchön und liebenswerth; er wird ſich alſo nicht wundern können, wenn ſeine Schweſter ſeine Neigung mit ihm theilt, er wird es natürlich finden, daß ich ihn liebe, daß—

Ein donnernder Beifallsſturm in dem Saal unter⸗ brach ſie in ihrem Sinnen. Sie ſchob leiſe die Gar⸗ dine ein wenig zurück und ſchaute hinein in dieſen ge⸗ ſchmückten, duftenden, von Muſik wiederhallenden Saal, unter deſſen Kronleuchtern von vergoldetem Bergkry⸗ ſtall die geputzte, von Brillanten, Blumen und gold⸗ gewirkten Gewändern ſtrahlende Menge wie ein im Sonnenſchein funkelndes Meer aufundniederwogte.

Die zweite Quadrille war beendet, und der Bei⸗ fallsſturm war der Lohn der Tänzer und Tänzerinnen, welche ſich jetzt hier und dort athemlos und keuchend auf die Tabourets niedergelaſſen hatten, um ſich aus⸗ zuruhen von ihrer Anſtrengung. 3

Prinzeſſin Amalie ſah nicht allein, ſie hörte auch; ſie hörte das Geſpräch dieſer beiden Damen, welche dicht vor der Gardine ſtanden, hinter welcher die Prin⸗ zeſſin verborgen war. Sie hörte, daß ſie von Fried⸗ rich von Trenck ſprachen, ſie hörte, daß ſie ihn den ſchönſten der anweſenden Cavaliere nannten, und ganz entzückt von ſeiner herrlichen Athletengeſtalt, von ſei⸗ nem feurigen Auge ſprachen.

Er hat die Geſtalt eines Hercules und das Antlitz eines Ganymed, ſagte die Eine.

Ich glaube, daß er ſchön iſt wie der Apoll von Belvedere, ſagte die Andere, und dabei iſt ſein Ge⸗ ſicht noch ſo voll Unſchuld und Reinheit. Ah, wie