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welche ſie ſich die ſchwediſche Königskrone erworben, ſich für immer das Herz ihrer Schweſter entfremdet.
Ja, vielleicht waren es ſogar dieſe ſo glänzenden, ſo prunkhaften Vermählungsfeierlichkeiten, welche die junge Fürſtentochter immer mehr in dieſe gefährlichen und unheilsvollen Netze hineinzog, denen ſie durch eine Vermählung mit einem ebenbürtigen Gemahl entgan⸗ gen wäre. Sie ſagte ſich, daß es in ihrer Hand ge⸗ legen, alle dieſe Herrlichkeiten, dieſe Feſte und Ehren⸗ bezeigungen ſich anzueignen, und daß nur ihr eigenes Herz und der perfide Rath ihrer Schweſter ſie daran verhindert habe. In dem kindiſchen Trotz ihres Her⸗ zeus ſagte ſie zu ſich ſelber: das Schickſal zeigte mir einen Weg der Rettung, aber meine eigene Schweſter ſtieß mich von demſelben zurück an dieſen Abgrund hin, an welchem ich jetzt ſtehe. Möge ſie nun alſo verantwortlich ſein. Auf ihr Haupt komme mein Un⸗ glück und meine Schande, auf ihr Haupt meine Thrä⸗ nen und meine Klagen. Sie hat mich verhindert, eine Königin zu ſein, nun wohl, ſo will ich wenigſtens ein junges Mädchen ſein, welches liebt, und ihrem Gelieb⸗ ten Alles opfert, ſelbſt ihren Stolz, ihren Rang und die unbefleckte Größe ihrer Ahnen! Für Ulrike alſo die Ehren, der Prunk, das pomphafte Glück, für mich das Geheimniß, die Liebe und das verſchwiegene Mäd⸗ chenglück! Wer von uns wird mehr zu beneiden ſein?
Allerdings, es waren glänzende, pomphafte Tage, welche man der Prinzeſſin Ulrike, der Braut des Kron⸗ prinzen von Schweden, des Herzogs Adolf Friedrich von Holſtein, bereitete. Feſte drängten ſich auf Feſte. Das ganze Land ſchien Theil zu nehmen an dem Familienglück des Königshauſes. Alle Provi alle Städte ſandten Deputationen, um dem K


