Teil eines Werkes 
Berlin und Sansouci oder Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 2. Band (1857)
Entstehung
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daran ſeine Cigarre anzuzünden. Nicht wahr, ich habe Recht, Sie wiſſen das Briefchen auswendig?

Jedes Wort deſſelben iſt mit Flammenſchrift in mem Herz eingegraben!

Dann erlauben Sie einen Augenblick!

Und mit einer raſchen Bewegung entriß der Baron dem erſtaunten jungen Manne das Papier und hielt es in das brennende Licht.

Halten Sie ein, halten Sie ein, rief Friedrich von Trenck, und indem er auf Pöllnitz hinſtürzte, wollte er ihm mit Gewalt das Papier entreißen. Aber der Baron ſtreckte ſeinen Arm abwehrend gegen ihn aus, und ſchwenkte mit dem andern das brennende Papier über ſeinem Haupte empor.

Mein Gott, was haben Sie gethan!l rief der junge Officier ſchmerzlich, indem er auf dieſes helllodernde Briefchen hinſtarrte. 3

Ich habe dem Gott des Schweigens ein Opfer dargebracht, ſagte Pöllnitz feierlich. Ich habe dieſes Papier verbrannt, damit man mit demſelben nicht einſt den Scheiterhaufen anzünden kann, auf welchem man Sie eines Tages als Hochverräther verbrennen möchte. Junger Mann, danken Sie mir, denn ich habe Sie auf Einen Tag mindeſtens von dem Tode gerettet, und Ihr Geheimniß vor der Entdeckung bewahrt!