Teil eines Werkes 
Berlin und Sansouci oder Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 2. Band (1857)
Entstehung
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nungen, machen Sie Jhre Vorſchläge, und Sie, Fräu⸗ lein, gehen Sie und rufen Sie ſchnell meine Kammer⸗ frau und meine Garderobenjungfer, wir müſſen große Conferenz halten. Eilen Sie alſo!

II. Der Verſucher.

Nicht ſobald hatte das Hoffräulein das Boudoir verlaſſen, als Herr von Pöllnitz ein verſiegeltes Brief⸗ chen aus ſeinem Buſen hervorzog und es der Prin⸗ zeſſin darreichte. Sie nahm es und verbarg es in der Taſche ihres Kleides, dann blickte ſie, wie es ſchien ganz gleichgültig und unbefangen, auf das große Bild von Watteau, das an der Wand ihr gegenüber hing.

Nichts, immer noch nichts? flüſterte Herr von Pöllnitz. Sie wollen alſo meinen armen jungen Freund zur Verzweiflung bringen. Sie wollen ihm nicht ein⸗ mal die Gnade einer Aupont gönnen?

Prinzeſſin Amalie erröthete noch höher und wandte ihr Haupt ſn aber indem ſie's that, zog ſie ein Brief⸗ chen aus ihrem Buſen hervor und reichte es dem Oberkammerherrn hin, ohne ihn anzuſehen, ohne ein Wort zu ſagen, verwirrt und ſchamvoll, wie ein jun⸗ ges Mädchen es iſt, wenn ſie ihren erſten Liebesroman aufführt, oder das erſte Unrecht begeht.

Pöllnitz küßte ihre Hand mit der Extaſe eines Liebenden. Er. wird der Glückſeligſte der Sterblichen