Teil eines Werkes 
Berlin und Sansouci oder Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 2. Band (1857)
Entstehung
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überwachen und behüten und Ihnen kein téte à téte mit Ihrem Partner geſtatten will.

Ah, Sie wollen mich zum Tugendwächter meiner Hofdame machen? rief Prinzeſſin Amalie lachend. Ich ſoll der Wächter meiner guten Marwitz ſein, und ſie vor ihrem eigenen Herzen beſchützen! 5

Wenn Euere Königliche Hoheit nicht dieſe Gnade haben wollen, wird Fräulein von der Marwitz einen anderen Tänzer bekommen, denn ich kann es vor meinem Gewiſſen nicht verantworten, ſie mit dem Schönſten der Schönen unbeſchützt und unbeachtet allein zu laſſen.

Seien Sie barmherzig, Prinzeſſin, und ſagen Sie Ja! bat das Hoffräulein, denn Sie ſehen es wohl, dieſer abſcheuliche Herr von Pöllnitz will mich zu Tode martern vor Neugierde. Willigen Sie ein, gnädigſte Prinzeſſin, damit ich den Namen meines Tänzers endlich erfahre.

Nun denn, ſagte Amalie lächelnd, ich willige ein, der Mentor meines Hoffräuleins zu ſein.

Euere Königliche Hoheit verſprechen alſo feierlich, jedes Mal den Conferenzen zwiſchen Fräulein von der Marwitz und ihrem Partner bei der Quadrille bei⸗ wohnen zu wollen?

Ich verſpreche das, denn Sie ſehen wohl, die arme Marwitz ſtirbt vor Neugierde, wenn ſie nicht bald den Namen ihres Tänzers erfährt!

Nun denn, jetzt, da ich, ſo viel es in meiner Macht ſtand, das Herz des armen Fräuleins geſichert habe, indem ich es unter den Schutz der Augen un⸗ ſerer edlen Prinzeſſin geſtellt, jetzt, Fräulein von der Marwitz, ſollen Sie auch den Namen Ihres Tänzers erfahren. Es iſt der Liebling des Königs und des