Teil eines Werkes 
Berlin und Sansouci oder Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 2. Band (1857)
Entstehung
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wehe Ihnen, wenn es ſich nicht um ſehr ernſte und ſehr wichtige Gegenſtände handeln ſollte!

Prinzeſſin, es handelt ſich um Ihre Toilette zu einem Feſte, und Sie werden mir zugeſtehen müſſen, daß das wohl ein Gegenſtand iſt, von welchem das Lebensglück von mehr als Einer Frau abhängig iſt.

Die Prinzeſſin lachte. In der That, Sie haben Recht, ſagte ſie, und wenn Sie als Schneider und Modiſt zu mir kommen, ſo that Fräulein von der Marwitz allerdings ſehr Unrecht, mich nicht ſogleich zu benachrichtigen.

Um ſo mehr, als auch ſie ſelber dabei betheiligt iſt, rief Pöllnitz mit wichtiger Miene. Denn, meine Da⸗ men, es handelt ſich um nichts Geringeres, als um einen Maskenball. Der König hat befohlen, daß außer dem großen Maskenball, welcher im Opernhauſe ſtatt ſinden und an welchem das Publikum Theil nehmen ſoll, noch ein anderer Maskenball auf dem Schloſſe hier arrangirt werde, und zwar ſoll das am Tage vor der Vermählung der Prinzeſſin Ülrike ſein!

Und wann wird meine Schweſter vermählt wer⸗ den? fragte Amalie.

Sie wiſſen das noch nicht, Königliche Hoheit? Ah, ich vergaß, daß der König dieſe Sache bis heute geheim gehalten hat, und daß er Niemand als die Königin Mutter bis jetzt offieiell benachrichtigte. Ja,

. ja, Prinzeſſin Ulrike wird ſich mit dieſem kleinen Hol⸗ 2 ſteiniſchen Prinzen vermählen, welcher aber dereinſt ein großer König werden ſoll, und ſchon in vier Ta⸗ gen wird hier die Vermählung durch Procuration ſtattfinden. Daraus folgt, daß ſchon in drei Tagen die Maskerade ſein wird, und daß wir Tag und Nacht u arbeiten haben werden, um das nöthige Coſtüme herzuſtellen, von dem Se. Majeſtät will, daß es ſo