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Angelegenheit, von welcher das Lebensglück von mehr als Einer Frau abhängt!
Mein Gott, flüſterte Prinzeſſin Amalie erbleichend, Pöllnitz iſt im Stande, mich zu verrathen, wenn ich nicht ſofort öffne!
Und ſie eilte haſtig nach der Thür, um den Riegel zurück zu ſtoßen und die Thür zu öffnen.
Sehen Sie da, Fräulein von der Marwitz, rief Pöllnitz, indem er ſich zugleich tief und ehrfurchtsvoll vor der Prinzeſſin verneigte. Habe ich nicht Recht ge⸗ habt? Kaum hat unſere theure Prinzeſſin nur meine Stimme gehört, ſo hat ſie ſchon die Gnade, mir zu öffnen. Merken Sie Sich das, Fräulein, und betrach⸗ ten Sie mich künftig als eine ſehr wichtige Reſpects⸗ perſon, welche nicht blos die grandes, ſondern auch die petites entrées hat.
Aber Prinzeſſin Amalie war wenig geneigt, auf den Scherz des Oberkammerherrn und Ceremonien⸗ meiſters einzugehen. Ich hörte, ſagte ſie in ſtrengem Ton, daß Sie mit einer außerordentlichen Dringlich⸗ keit darauf beſtanden, mich ſprechen zu wollen. Sie gingen ſogar ſoweit, zu behaupten, daß von dieſer Unterredung das Lebeunsglück mehrerer Menſchen ab⸗ hängig ſei.
Verzeihen Ew. Königliche Hoheit, nicht das Lebens⸗ glück mehrerer Menſchen, ſondern von mehr als Einer Frau— ſagte ich, erwiederte der unerſchütterliche Kam⸗ merherr, indem er mit der Hofdame in das Boudoir der Prinzeſſin eintrat. Auch werden Ew. Königliche Hoheit gleich die Gnade haben, einzugeſtehen, daß ich Recht habe, wenn Sie erſt die Angelegenheit kennen, welche mich zu Ihnen geführt. Nun, laſſen Sie hören, rief die Prinzeſſin, und


