Teil eines Werkes 
Berlin und Sansouci oder Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 1. Band (1857)
Entstehung
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ſchen zu ſich zieht, und ihre Seelen ſich erkauft. Wir in der Kraft unſerer Gottesliebe haben die Berufung, den Teufel zu beſiegen, und ihn zu zwingen, uns ſein Geheimniß zu ſagen, uns das Recept zu geben, wie man Gold macht, und wie es gebraut wird in den Tiefen der Erde! Denen, die wie wir erleuchtet ſind vom heiligen Geiſte der Erkenntniß, müſſen ſich die Myſterien der Unterwelt offenbaren, und vor uns muß ſich der Teufel ſelbſt im Staube winden, denn wir ſind der heiligen Liebe voll, wir ſind die Engel Gottes, und alſo die mächtigen und rbabenin Widerſacher des Teufels, den Gott nur in die Welt geſandt, damit die Kinder und Engel Gottes an ihm ihre Kraft und ihr Herz ſtählen ſollen! Es iſt alſo ein edles, ein großes Werk, welches wir heute vorhaben, wir wollen aus Liebe zur Menſchheit den Teufel beſiegen, wir wollen von ihm erzwingen, daß er uns lehre Gold zu machen, damit wir mit dem Golde alsdann der gan⸗ zen Menſchheit den Himmel erkaufen können!

Und nachdem er mit ſo ſcheinheiligen und heuchle⸗ riſchen Worten ihr egoiſtiſches und geldgieriges Bemü⸗ hen beſchönigt hatte, forderte er die Verſammelten auf zum inbrünſtigen Gebet, zum heiligen Flehen.

Sie ſtürzten nieder auf ihre Kniee, ſie wagten es zu Gott zu beten, daß er ihnen die Kraft gäbe, den Teufel zu beſchwören, ſie wagten es, ihrem Aberglau⸗ ben und ihrer Heuchelei die Maske der Frömmigkeit und des Edelmuthes vorzuhalten, und ihre unheiligen Begierden mit dem Schweißtuch der heiligen Veronika zu verſchleiern. Weil ſie den Gott liebten, wollten ſie den Teufel beſchwören, weil ſie die Menſchen erlöſen wollten, mußten ſie das Goldmachen vom Teufel er⸗ lernen! 1

Aber es lag durchaus nicht in dem Plan des gro⸗